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29.06.2019

Feldgeschworenentag am 01. Juni 2019

Der alljährlich stattfindende „Siebenertag“ fand im Beisein von Politikern, Gemeindebürgern und Vertretern der Kirchen und Behörden in diesem Jahr in der Gemeinde Rottendorf statt.

Die Wurzeln des Ehrenamtes der Feldgeschworenen liegen in Franken, etwa im 13. Jahrhundert. Weil ursprünglich eine Gruppe von meist sieben Personen zur Regelung und Bestimmung von Grundstücksgrenzen eingerichtet wurde, bürgerte sich der Begriff Siebener ein. Heute erfüllen die Siebener eine wichtige Mittlerfunktion zwischen Bürgern und Behörden. Diese Arbeit ist von großem Wert, denn trotz Digitalisierung setzt der Staat nach wie vor auf die Ortskenntnisse der Feldgeschworenen. Die hoheitlichen Aufgaben der Siebener sind im bayerischen Vermessungsgesetz klar definiert, nämlich die Findung und Sicherung von Grenzzeichen und die Schlichtung bei Grenzstreitigkeiten. Damit tragen die Feldgeschworenen auf diese Weise zu Frieden und Rechtssicherheit in ihren Dörfern bei.


Der Siebenertag diente der Vereinigung rechts des Mains mit seinen 36 Ortsvereinigungen auch der Segnung neuer Mitglieder und zum Gedenken der Verstorbenen im morgens stattfindenden Gottesdienst in der St. Vitus Kirche. Bei den daraufhin erfolgten Reden im Wasserschlossgarten hoben die Anwesenden Mitglieder des Landtags Manfred Ländner, Volkmar Halbleib und Patrick Freidl, der Landrat Eberhard Nuß, Bürgermeister Roland Schmitt, Würzburgs stellv. Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, der 1. Vorsitzende Lothar Wild und die Kreisbäuerin Martina Wild die Verbundenheit mit der Landwirtschaft und die Tradition des Feldgeschworenenwesens hervor. Nach dem anschließenden Festzug mit den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine ging es nachmittags zur internen Arbeitstagung, die auch dem überörtlichen Gedankenaustausch der Feldgeschworenen diente. Der Gemeinde Rottendorf war es eine Ehre in diesem Jahr den Siebenertag auszurichten und wünscht allen Feldgeschworenen mit ihrem Motto „Fürchte Gott, tue Recht, scheue niemand.“ alles Gute bei ihren zukünftigen Tätigkeiten auf und in der Flur.